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BELEUCHTUNGSTECHNIK
Aus den Spektralempfindlichkeitskurven können Sie entnehmen,
daß die Farb-CCD-Kamera grundsätzlich nicht mit Infrarot-Beleuchtung eingesetzt
werden kann, da oberhalb 700 nm praktisch keine Empfindlichkeit mehr vorhanden
ist.
Beleuchtungsstärke in Abhängigkeit zum Reflexionsfaktor
Bei der Berechnung der benötigten Beleuchtungsstärke ist außerdem der Reflexionsfaktor
der beleuchteten Materialien zu berücksichtigen.
Der gängigsten Stoffe haben wir in nachstehender Tabelle zusammengefaßt
Anstrich (neu, weiß) 80-90 % Email (weiß) 65-75 % Weißblech 70 %
Anstrich (alt, weiß) 75-85 % Marmor (weiß) 60-75 % Aluminium (poliert)
65-70 %
Anstrich (elfenbein) 75-80 % Mörtel oder
Stein
50 % Aluminum (matt) 55-60 %
Anstrich (gelb) 60-75 % Beton (rauh) 25-40 % Messing 60 %
Anstrich (hellgrün) 50-75 % Beton (glatt) 15-53 % Stahl (blank) 55 %
Anstrich (hellblau) 35-60 % Ziegel (gelb) 35 % Nickel (poliert) 50-55 %
Anstrich (gelbbraun) 30-40 % Sand (gelb) 20-30 % Kupfer 50 %
Anstrich (grau) 20-60 % Ziegel (rot) 25 % Lehm 1-15 %
Anstrich (dunkelgrün) 10-25 % Granit 10-20 % Gras (grün) 1-15 %
Berechnungsbeispiel:
Die Beleuchtungsstärke nimmt in Abhängigkeit zur Entfernung entsprechend quadratisch
ab.
abgehende Beleuchtungsstärke in 1 m Entfernung: 10000 Lux
am Aufnahmeobjekt in 5 m Entfernung ankommende
Beleuchtungsstärke: 400
Lux
davon 50 % reflektiertes Licht einer Steinwand: 200
Lux
ankommende Beleuchtungsstärke am Objektiv
in 10 m Entfernung: 2
Lux
Bei Einsatz von diskreter Infrarot - Beleuchtung kommt es aufgrund des eingeschränkten
Spektralbereichs (ca. 760 – 1000 nm) zu einer verfälschten Darstellung
der Graustufen. Zum Beispiel erscheint Rasen sehr hell, so daß der Eindruck entsteht,
es liege Schnee auf dem Rasen.
Bei IR – Beleuchtung muß mit einer Lichtausbeute von max. 20 % kalkuliert werden,
da nicht die volle Lichtempfindlichkeit der Kamera in diesem Spektralbereich zur
Verfügung gestellt werden kann.
siehe auch: Infrarot-LED
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